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PRESSEMITTEILUNG: 26.01.2006 | 17:11 UHR | ALLIANZ

In Zukunft hat nur ein kapitalgedecktes System Bestand

In einem Labyrinth gibt es viele Wege - doch nur einer führt zum Ziel. So ist es auch in der Gesundheitspolitik. In der Zukunft kann aber nur ein kapitalgedecktes System Bestand haben, davon ist der Vorstand der Allianz Privaten überzeugt.

Allianz Private Krankenversicherungs-AG, München, 26. Januar 2006

Gerade die zweite Jahreshälfte - vor und nach der Bundestagswahl - war von großer politischer Unsicherheit geprägt. Welche Auswirkungen hatte die Reformdebatte um das Gesundheitswesen auf das Geschäftsergebnis?

Ulrich Rumm: Die langwierige Diskussion über Bürgerversicherung und Gesundheitsprämie haben auch wir zu spüren bekommen. Das Wahlergebnis hat jedoch gezeigt, dass sich die Menschen in erster Linie Verlässlichkeit wünschen. Das ist ein entscheidender Vorteil für uns. Wir garantieren unseren Kunden vertraglich festgelegte Leistungen, und das bis an ihr Lebensende. Mehr Sicherheit gibt es nicht.

Wilfried Johannßen: Allerdings belastet die hohe Versicherungspflichtgrenze nach wie vor unser Neugeschäft. Vor dem Hintergrund der schwierigen politischen Rahmenbedingungen ist unsere versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote durchaus zufrieden stellend. Dazu hat sicherlich auch der große Erfolg unserer Initiative '007 XXL' im Rahmen des Konzernprogramms '3+Eins' beigetragen.

'007 XXL' und '3+Eins' - was konkret verbirgt sich hinter diesen Formeln?

Ulrich Rumm: '007 XXL' ist unser strategisches Programm. Wir möchten profitabel wachsen. Langfristig streben wir an, im Durchschnitt eine versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote von 7 Prozent zu erzielen. 'XXL' steht dafür, dass wir gleichzeitig auch den Service und die Zufriedenheit unserer Kunden steigern möchten. Denn das ist der Garant für nachhaltigen Geschäftserfolg. Damit sind wir im Konsens mit der Konzerninitiative der Allianz '3+Eins', die als übergeordnetes Ziel die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit definiert hat.

Wilfried Johannßen: Einen großen Beitrag dazu liefert unser aktives Leistungs- und Gesundheitsmanagement. Auf der einen Seite ist es wichtig - allein schon im Interesse aller Versicherten - die Ausgabenexplosion im Gesundheitswesen zu bremsen. Auf der anderen Seite möchten wir jedoch unseren Kunden, insbesondere denjenigen mit schweren Erkrankungen, zur Seite stehen. Dazu haben wir Dienstleistungen wie den Patientenbegleiter oder das Diabetesprogramm ins Leben gerufen und informieren mit zahlreichen Broschüren über bestimmte Krankheiten.

Unter dem Dach der neuen Allianz Deutschland AG wurden die drei Sparten Sach-, Lebens- und Krankenversicherung zusammengefasst. Das hat für erhebliche Unruhe in der Öffentlichkeit als auch in den betroffenen deutschen Gesellschaften selbst gesorgt. Welche Bedeutung hat dieser Schritt für die Allianz

Private Krankenversicherung?

Ulrich Rumm: Veränderungen sorgen immer für eine gewisse Unruhe. Dafür habe ich auch vollstes Verständnis. Unsere Struktur, die Dreiteilung der Versicherungssparten, ist historisch gewachsen. Für unsere Kunden aber, egal ob sie eine Kfz-Versicherung oder eine Krankenvollversicherung abgeschlossen haben, sind wir einfach nur die Allianz. Dieses Bild, das wir nach außen abgeben, müssen wir auch nach innen umsetzen. Nur so können wir auf lange Sicht konkurrenzfähig bleiben und die Marke Allianz noch schlagkräftiger machen.

Michael Albert: Durch die Zusammenführung gewinnt das Geschäftsfeld Krankenversicherung vertrieblich an Bedeutung. Diese immer wichtiger werdende Versicherungssparte wird nun gleichberechtigt Vertriebskapazitäten in Anspruch nehmen können. Auch der Vermittler hat von der engeren Zusammenarbeit der Branchen Vorteile.

Wie müssen wir uns das vorstellen?

Michael Albert: Eine verbesserte branchenübergreifende, kundenbezogene Informationslage des Innendienstes bietet dem Vermittler schnellere und umfassendere Auskünfte und Entscheidungen. Dadurch spart er Zeit und Rückfragen und leistet gegenüber dem Kunden einen noch besseren Service.

Ulrich Schumacher: Von dieser Vereinfachung profitieren, ich betone, - nicht zuletzt - natürlich auch die Kunden. Ihre Interessen und Bedürfnisse bilden die Grundlage für all unser Handeln und spielen eine ganz zentrale Rolle beim Umbau der drei Versicherungsgesellschaften. Konkret bedeutet das: Die Ansprache unserer Kunden erfolgt in Zukunft aus einer Hand. Das ist der richtige und einzige Weg, eines der leistungsfähigsten Versicherungsunternehmen in Europa zu bleiben und die Voraussetzung für weiteres Wachstum. So sorgen wir langfristig auch für Arbeitsplätze.

Auch unter dem Dach einer Deutschland AG ist das Geschäftsfeld Krankenversicherung den Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen von Seiten der Politik ausgesetzt. Wie stellen Sie in dieser Lage die

Weichen für die Zukunft?

Ulrich Rumm: Mit einer großen Koalition wird es voraussichtlich keinen grundlegenden Systemwechsel geben. Die Vorstellungen beider Parteien über die notwendigen Reformen des Gesundheitswesens sind einfach zu unterschiedlich. Um die Gesetzliche Krankenversicherung demographiefest zu machen, ist aber eine Stärkung der Kapitaldeckung dringend notwendig. Es wäre daher ein Fehler, die Private Krankenversicherung weiter zu belasten.

Ulrich Schumacher: Wir werden auch in Zukunft mit ganzer Kraft daran arbeiten, uns als attraktive und zukunftssichere Alternative zu präsentieren, indem wir permanent Service und Angebot für unsere Kunden verbessern. Das können wir nur mit Hilfe unserer Mitarbeiter leisten. Das wissen und schätzen wir. Dies werden wir sicherlich auch in Zeiten der Veränderung, wie wir sie im Augenblick erleben, nicht vergessen.

 

Ulrike Strauß
Allianz Private Krankenversicherungs-AG
Fon: +49.89.67 85-21 99

 

 

 

 

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