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Kommentar zum Fernseh-DuellIch bin einer der Zuschauer gestern gewesen, die sich vor den Fernseher setzten und noch nicht wussten, wen sie wählen sollten. Auch danach bin ich mir noch nicht sicher, da ich sowohl mit Teilen des CDU Programms sympathisiere, als auch mit den Ausführungen der SPD. Als Person und als Führungskraft hat mich der Kanzler voll überzeugt. Gut und mit Leidenschaft hat er sein Programm und seine Richtung dargestellt. Eine große Koalition mit vielen Kompromissen und Ideen auch aus den Reihen der FDP wären mir am Liebsten. In der CDU sind fähige Personen mit Charakter, die im Kompetenzteam fehlen. Ein Herr Merz und ein Herr Seehofer hätte ich gerne in der Regierung. Die Außenpolitik der SPD ist einwandfrei und durch die Erweiterung der EU nach Osten gibt es gute Möglichkeiten den EU Markt zu vergrößern. Dieses sehe ich als Vorteil, auch durch den hohen Anteil ausländischer Mitbürger, die sich in unserem Land befinden. Das Versetzen des Kanzlers in eine Stresssituation mit dem Kommentar seiner Frau fand ich unpassend, aber ich habe Hochachtung wie er hinter Ihr steht und wie er die Situation gemeistert hat. Frau Merkel konnte in Punkto Umwelt auftrumpfen. Dieses sah ich als einzige wirkliche Glanzleistung von Ihr, wo sie besser war, als der Kanzler. Aber die Philosophie der SPD im Zusammenwirken mit den Grünen ist in diesem Bereich sehr gut, auch wenn viele Bürger nicht den Vorteil im kurzfristigen Zeitraum erkennen. Wir werden aber durch die Förderung verschiedenster Alternativen zu Erdöl bald weit vor den anderen Ländern in Europa stehen. Der Angriff des Kanzlers im Hinblick auf die Aussage des Herrn Stoibers in Bezug auf die Mitbürger im Osten der BRD, fand ich nicht angebracht. Aber die Kalkulation mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer war sehr gut und ich glaube auch, dass die Erhöhung erstens nicht in die Kasse des Bundes fließen wird und zweitens, dass sie sich negativ auf die Wirtschaft auswirkt. Die Riester-Rente wurde schon entbürokratisiert und das macht es dem Bürger jetzt schon einfacher. Die Änderung in einen Unisex Tarif finde ich aber im Gegenzug nicht von Vorteil. Beide Seiten sind sich darüber im Klaren, dass ein Zwang der Privaten Vorsorge nicht in ihr Konzept passt. Die Verbesserungen im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge sind gut und sinnvoll. Die Rürup-Rente ist nicht geglückt. Der Ansatz ist gut, aber die Flexibilität in der Auszahlung ist nicht vorhanden. Wie ist den die Gewährleistung, dass es der Versichertengemeinschaft zu Gute kommt? Auch sollte man an die Vererbbarkeit denken. Das Geld ist privat mit Zuschüssen angespart und wird im Todesfalle der Familie entzogen. Die Idee mit dem Steuerfreibetrag der CDU finde ich gut. Die Frage ist nur, wie wollen sie das finanzieren. Im Bereich Gesundheitswesen finde ich den Ansatz der Kopfpauschale richtig. Es ist aber schwierig, es solidarisch zu gestalten. Ein jeder Bürger sollte meiner Meinung nach das Recht und die Möglichkeit auf eine individuelle Versorgung haben. Dieses sollte sich aber nicht nur auf die Gesundheitspolitik beschränken. Wenn die Bundesregierung die Richtlinien und Gesetze flexibler gestaltet und die Berater vor Ort im Gespräch mit dem Kunden die Möglichkeit haben, eine individuelle Lösung zu finden, dann hat der Staat ein zufriedeneres Volk. Wenn von Oben alles diktiert wird, kann niemand sein Leben sehr individuell gestalten. Mir ist z.B. meine Gesundheit viel Wert und ich will nicht auf meine Möglichkeit der privaten Versicherung verzichten, auch wenn das evtl. günstiger ist. Auch sollten die Politiker hier Wissen, dass teure Geräte zum Teil nur für Patienten zugänglich gemacht werden, weil Privatpatienten diese finanzieren. Ein Arzt kann sich so eine Maschine nur durch Privatpatienten leisten. Die Gesundheitspolitik sollte in eine freie, und ich meine wirklich freie Marktwirtschaft überführt werden. Der Gesetzgeber sollte hier nur die Grundversorgung vorschreiben. Der Markt wird sich selbst regulieren, sowie teure und schlecht wirtschaftende Krankenkassen verlieren auf diesem Markt. Alle Bürger hätten individuelle Möglichkeiten und wären durch die Grundversorgung geschützt. Zu letzt möchte ich noch die positive Anmerkung des Kanzlers loben, der die Situation und die BRD gut im internationalen Vergleich dargestellt hat. Wir müssen einfach wieder anfangen nach vorne zu denken und alles mit Optimismus angehen und anpacken. Dazu noch ein Zitat von Herrn Rockefeller, der sein Imperium in der Weltwirtschaftskrise aufgebaut hat. Er wurde gefragt, warum er dieses gerade zu diesem ungünstigen Zeitpunkt getan hat. Die Antwort darauf war, er hatte keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen. Machen sie es also wie auch Herr Geffroy sagt: "Machen Sie sich Ihre eigene Konjunktur!". von Alexander Liebscher |
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