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Frankfurt am Main - Das Jahr 2006 wird für
Aktionäre wieder erfolgreich verlaufen. Das ist zumindest die Einschätzung
der DWS Investment, der Fondsgesellschaft der Deutschen Bank. „Die Kurse
sollten auch im nächsten Jahr im Schnitt um sechs bis zehn Prozent steigen“,
sagte Klaus Kaldemorgen, Chef des Aktienfondsmanagements der DWS.
Er erwarte zwar bis Mitte 2006 in der Eurozone eine Erhöhung der Leitzinsen
von derzeit 2,0 bis auf 2,5 Prozent. Dann aber werde die Europäische
Zentralbank eine Pause einlegen. Damit bleibt das Umfeld für Aktien weiter
günstig, glaubt Kaldemorgen. Zudem seien Aktien in Euro bei einem
Kurs/Gewinn-Verhältnis von 14 Prozent günstig bewertet. Risiken sieht er
gleichwohl bei den Zinsen und den Energiepreisen, in einer möglichen
Immobilienblase in den USA sowie möglichen Problemen bei US-Konsumenten, die
sich weiter verschulden.
Im laufenden Jahr hat der Aufwärtstrend der Börse auch das Geschäft der DWS
selbst beflügelt: Als einzige deutsche Fondsgesellschaft konnte sie bislang
netto frisches Kapital im Umfang von rund drei Milliarden Euro für
Aktienfonds einsammeln. Insgesamt verbuchte die Branche bis Oktober noch
Abflüsse von 600 Millionen Euro. Damit wird 2005 für die DWS zu einem
Rekordjahr. Unter anderem wegen der steigenden Aktienkurse kletterte das
Fondsvermögen auf 108 Milliarden Euro. Der Konkurrent Union Invest rangiert
mit knapp 75 Milliarden Euro auf Position zwei.
2006 erwartet Axel Benkner, Chef der
DWS-Geschäftsführung, einen Schub durch die Fondsnachfrage für private und
betriebliche Altersvorsorge. Allein 2005 habe die DWS bei Fonds auf Basis
der Riester-Rente ein Plus von 90 Prozent verbucht. „Das ist ein enormer
Wachstumsmarkt. Das Volumen wird von derzeit rund einer Billion Euro auf
fünf Billionen im Jahr 2030 wachsen.“ 50 Jahre nach ihrer Gründung strebt
die DWS auch die weitere Expansion ins Ausland an. Dabei hat Benkner vor
allem China im Auge. So will die DWS ihren 20-Prozent-Anteil am zweitgrößten
Fondsanbieter Harvest aufstocken. ro
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