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Eine dauerhafte Patenschaft für AcehEngagement über Partei- und
Konfessionsgrenzen hinweg für Region in Nord-Sumatra KLEIN-WINTERNHEIM "Unsere ganze Gemeinde hilft den Opfern des
Seebebens - und zwar auf Dauer", haben die Klein-Winternheimer
beschlossen. Sie übernehmen eine Patenschaft in der Provinz Aceh in
Nordsumatra. Auf Anfrage der Ortsgemeinde hat auch die Verbandsgemeinde ihre
Bereitschaft signalisiert, sich auf Dauer in dem Katastrophengebiet zu
engagieren. Redaktionsmitglied
Birgit Schenk
Während Bundeskanzler und -präsident in ihren Neujahrsansprachen noch zur
Übernahme von Patenschaften aufriefen, hatten Klein-Winternheims Bürgermeisterin
Ute Granold (CDU) gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Brigitte Meinecke
und dem katholischen Pfarrer Thorsten Geiß bereits Vorbereitungen für eine
dauerhafte Unterstützung getroffen. Nach einem Studium der Landkarten und
intensiven Internetrecherchen entschieden sie, die Hilfe der "am
schlimmsten betroffenen Provinz Aceh in Nordsumatra" zukommen zu lassen.
"Auch wenn viele Menschen bereits gespendet haben, halten wir es für überaus
wichtig, dass wir uns als Gemeinde engagieren und gezielt eine Region auf
Dauer unterstützen", betont Ute Granold. "Wir suchen uns eine Ecke
aus, für die wir gezielt Verantwortung übernehmen."
Außerdem hat die Ortschefin Kontakt aufgenommen zu VG-Bürgermeister Ralph
Spiegler (SPD) und Landrat Claus Schick (SPD) in der Hoffnung, die Hilfsaktion
für Aceh auf VG- und Kreisebene zu übertragen. Mit Erfolg: "Ralph
Spiegler war begeistert von der Idee und hat zugesagt, die Hilfe auf VG-Ebene
zu organisieren." Kirchliche und politische Institutionen arbeiten nun
Hand in Hand - über Partei- und Konfessionsgrenzen hinweg. Und auch aus der
Kreisverwaltung hat Ute Granold positive Signale für eine Patenschaft
erhalten.
Für eine Patenschaft für Aceh sprechen laut Ute Granold gleich mehrere Gründe:
"Die Provinz ist nicht nur eine der am schlimmsten betroffenen Gegenden,
sondern leidet seit Jahren schon unter den Folgen des Bürgerkriegs." Wie
die Spenden trotz der zerstörten Infrastruktur tatsächlich in Nordsumatra
ankommen, will Ute Granold gemeinsam mit ihr persönlich bekannten
Ansprechpartnern von Hilfsorganisationen und der Bundeswehr klären.
Mit einem ökumenischen Gottesdienst hatten die Klein-Winternheimer ihre
Spendenaktion begonnen. Zuvor war die Feuerwehr durch die Straßen gefahren
und hatte die Bürgerschaft per Lautsprecher zu der von Pfarrer Hermann Mayer
und Pfarrerin Brigitte Meinecke geleiteten Andacht eingeladen. Die Resonanz
beeindruckte die Organisatoren - offensichtlich war es für viele Bürger ein
Bedürfnis, gemeinsam der Opfer zu gedenken. Ute Granold: "Die Menschen
machten regen Gebrauch von dem Angebot, persönliche Fürbitten zu formulieren
und Kerzen anzuzünden."
Auf das Gedenken folgt nun tatkräftige Hilfe: Jugendwehr und Pfadfinder
verteilen derzeit Flugblätter an die rund 1500 Haushalte in der Gemeinde, in
denen das Patenschafts-Projekt vorgestellt und um Spenden gebeten wird.
Freiwillige wie etwa Irmgard Erlenbach stehen parat, um die Sachspenden zu
sortieren.
"Sobald die Ferien vorbei sind, werde ich den Vereinsring einberufen,
um darüber zu beraten, wie wir uns engagieren können", so Ute Granold.
Ihr schwebt ein Dorfgemeinschaftsabend vor, dessen Erlös nach Aceh fließen
soll, sie ist aber durchaus auch für andere Vorschläge offen. Jedenfalls
gehe sie jetzt auf Betteltour, selbst kleinste Beträge sind willkommen:
"Jeder Euro zählt." |
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